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WurzenAchter setzt Ausrufezeichen in Hannover

Am vergangenen Wochenende fand der zweite Renntag der PRODYNA Ruder-Bundesliga auf dem Maschsee in Hannover statt. In einem hart umkämpften Starterfeld in der 2. Liga der Männer konnte sich der WurzenAchter mit einem dritten Platz erneut sehr gut behaupten. Zusammen mit dem in Frankfurt erruderten vierten Platz, klettert das Team von der Mulde auf Rang zwei in der Gesamtwertung.

Zu Beginn des Wettkampftages ging es bei schwülwarmem Wetter im Zeitfahren gegen das Team Lombardium Hamburg II. Durch einen sauberen Start in dieses Rennen konnten wir uns zunächst einen leichten Vorsprung erarbeiten, aber ab Streckenmitte lief unser Boot plötzlich nicht mehr so rund. Die Hamburger holten stetig auf, aber unser Vorsprung reichte noch bis ins Ziel. „Nach diesem durchwachsenen Lauf waren alle etwas angespannt wie unsere Zeit ausfallen würde. Als der Regattasprecher dann verkündete, dass der WurzenAchter die drittbeste Zeit errudert hatte, waren alle erleichtert. Mit der guten Zeit im Rücken wussten wir, dass heute einiges möglich war und gingen so selbstbewusst ins Achtelfinale.“, fasst Bugmann Hans Hörig das Zeitfahren zusammen.

Die anschließenden Achtel- und Viertelfinalrennen wurden im Gegensatz zu Frankfurt im 4-Bahnensystem ausgetragen. Damit wir weiter um den Tagessieg mitfahren konnten, musste hier jeweils mindestens Platz zwei erkämpft werden. Im Achtelfinale hießen unsere Gegner zunächst DHfK Leipzig Sparkassen-Achter, WikingAchter Berlin II sowie der Ruder-Club Witten Achter. Hier konnten wir unsere Medaillen-Ambitionen weiter unterstreichen. In einem technisch sauberen Rennen und der besten Zeit aller Achterlfinal-Boote konnten wir uns deutlich von den anderen Teams absetzen. Damit war der WurzenAchter bereits unter den Top 8 angekommen, aber wir wollten Edelmetall und bis dahin war es noch ein weiter Weg. Nach kurzer Pause ging es in das entscheidende Viertelfinale gegen den DWB-Holding Achter Berlin, den Bremen erleben!-Achter sowie das Team Lombardium Hamburg II. Aufgrund des Wettkampfsystems wird die Konkurrenz von Lauf zu Lauf härter und das bekamen wir nun in diesem stark besetzten Feld zu spüren. In einem sehr knappen Duell hatte das Berliner Boot die Nase vorn und belegte Platz eins, allerdings war nach dem Zieldurchlauf unklar wer Platz zwei belegte, Bremen oder Wurzen. Das Zielfoto brachte die Entscheidung zu unseren Gunsten und sofort entbrannte lauter Jubel im Wurzener Boot. Somit hatten wir weiterhin die Chance auf die begehrten Medaillen.

Die letzen beiden Läufe wurden anschließend wieder im 2-Bahnensystem ausgetragen, es zählte also nur ein Sieg zum Weiterkommen. Im Halbfinale ging es gegen den Zeitfahr-Zweiten Sparkasse Gießen-Achter. Hier hatten wir kleinere Probleme mit dem aufgekommenen Seitenwind, sodass technisch nicht alles funktionierte. Also mussten wir uns hier mit Platz zwei begnügen. Demnach ging es im „kleinen“ Finale um Platz drei gegen den Zeitfahr-Ersten DWB-Holding Achter-Berlin die uns bereits im Viertelfinale knapp schlugen. Aber diesmal erwischten wir einen guten Start und warfen all unsere Physis in dieses letzte Rennen des Tages. Angefeuert von zahlreichen Fans erruderten wir einen deutlichen Sieg vor Berlin und damit die Bronze-Medaille, ein super Lohn für all die harte Arbeit! Zur anschließenden Siegerehrung kam auch die Sonne wieder hervor und es war ein perfekter Tag für den WurzenAchter.

„Auf dem Treppchen zu stehen war ein tolles Gefühl, nur nächstes Mal könnten wir ruhig ein oder zwei Stufen weiter oben stehen“, erklärt Kapitän Alexander Schmidt mit einem Schmunzeln nach der Siegerehrung.

Der nächste Renntag der PRODYNA Ruder-Bundesliga führt uns am 18. Juli 2015 nach Münster auf den Aasee.